nächtlicher Blind„flug“

22. November 2024

Wäre es nicht so traurig, könnte man darüber herzlich lachen.

Es kommt ja auch niemand auf die Idee, die Polizei ihren Dienst nur zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang absolvieren zu lassen.

Neu und unbekannt ist diese Problematik ja nicht. Jedoch ändern sich die Zeiten. Und die Verantwortung wird von einem auf das andere Ministerium geschoben.

Falls Sie die Nachricht beunruhigend fanden, dass Österreichs Luftraum am Wochenende ungeschützt war, seien Sie an dieser Stelle vorgewarnt: Die nächsten Zeilen könnten noch mehr Unbehagen auslösen. Denn die sogenannte aktive Luftraumüberwachung mit startbereiten Eurofightern zur Abwehr feindlicher Fluggeräte findet für gewöhnlich nur von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang statt. In der Nacht ist der Luftraum ungeschützt. Die Radaranlagen sind zwar rund um die Uhr im Dienst, aber wenn eine Drohne im Dunkeln nach Österreich fliegt oder sich gar eine feindliche Rakete hierher verirrt, kann ihr das Bundesheer nur zusehen oder darauf hoffen, dass ein Nachbarland sie abfängt.

Die Unterbesetzung hat weitreichende Folgen. Wenn ein Eurofighter in Zeltweg bereitsteht, braucht es neben Piloten unter anderem auch Techniker, Radar-Betriebspersonal oder Feuerwehrmänner und -frauen. Ist eine dieser Stellen unbesetzt, kann der Flieger nicht starten. So geschehen am Wochenende: Die Luftraumüberwachung wurde abgesagt, weil die Fluglotsen ihre massiven Überstunden abbauen mussten.

Rund 4350 Euro Einstiegsgehalt auf 32,5 Wochenstunden gerechnet verdient man als Fluglotse beim Heer. Bei der Austro Control, die für den sicheren Ablauf des gesamten Flugverkehrs in Österreich verantwortlich ist, liegt das Einstiegsgehalt mit derselben Arbeitszeit bei 6600 Euro.


Das ist ein Auszug aus diesem Bericht:

https://www.profil.at/oesterreich/mission-sondervertrag-wieso-der-luftraum-am-wochenende-ungeschuetzt-war-bundesheer-eurofighter/402978670

Der gesamte Bericht ist kostenpflichtig.

Info

Hinterlasse einen Kommentar