Mehreren Presseberichten zufolge wurde ein Verdächtiger festgenommen.
Details werden vorerst nicht bekanntgegeben.
Wenn er es ist, kann er sich jedenfalls „gratulieren“.
Millionenforderungen seitens HiPP und Spar werden auf ihn zukommen.
Meines Wissens nach ist ein ‚Privatkonkurs‘ in derartigen Fällen nicht möglich.
2. Mai 2026
Das Bundeskriminalamt in Österreich ermittelt in der Causa Hipp gemeinsam mit Kriminalbeamten aus Ingolstadt (Soko „Glas“) mit Hochdruck.
Die Causa versetzt Familien mit Babys in weiten Teilen Mitteleuropas in Angst und Schrecken und bringt einen der größten Lebensmittelhersteller Europas unter massiven Druck.
Der in Österreich betroffene Markt, Interspar in Eisenstadt:
Auch sonst finden sich keine Produkte von Hipp auf den Verkaufsflächen. Keine Feuchttücher, keine Milchpulverpackungen, keine Quetschies. Alle Produkte wurden zurückgezogen.
Der Absender beschreibt seinen Plan in dem englischsprachigen Mail an Hipp in erschreckender Detailtiefe: Sechs giftige Gläser will er unter die Verkaufsware mischen – zwei in Tschechien, zwei in der Slowakei, zwei in Österreich. Die Gläser würde er mit einem weißen Sticker und einem roten Kreis markieren – als Beweis, dass er es ernst meint. Eskalationsstufe eins. Was danach folgt, bleibt offen.
Das Bundeskriminalamt in Österreich ermittelt in der Causa Hipp gemeinsam mit Kriminalbeamten aus Ingolstadt (Soko „Glas“) mit Hochdruck.
Wo das sechste Glas ist oder ob der Täter Hipp, die Ermittlungsbehörden und vier Länder bloß mit der vergeblichen Suche danach beschäftigen will, ist bis Redaktionsschluss nicht bekannt.
Die Tat birgt nicht nur ein hohes Risiko für Kinder und andere Menschen, die keine feste Nahrung zu sich nehmen können – auch in Altersheimen etwa steht Babynahrung am Speiseplan. Sie bedeutet auch für das Unternehmen Hipp nicht absehbare wirtschaftliche Folgen, beschädigt das Image der Marke wohl für lange Zeit.
↑ Auszug aus einem zahlungspflichtigen Artikel https://www.profil.at/oesterreich/gift-alarm-bei-hipp-spur-zu-moeglichem-taeter-erpressung-eisenstadt-spar-babynahrung-rattengift/403153595
HiPP schreibt unter anderem:
Der Rückruf bezieht sich nur auf HiPP Babykostgläschen der SPAR Österreich. Betroffene Babygläschen können in jedem SPAR-, EUROSPAR-, INTERSPAR-Markt oder Maximarkt zurückgegeben werden. Der Kaufpreis wird zurückerstattet, auch ohne Kassenbon.
Darüber hinaus hat SPAR entschieden, das gesamte HiPP Babykost-Sortiment aus seinen Märkten zu nehmen und diese Vorsorgemaßnahme auch auf weitere SPAR‑Vertriebsländer auszuweiten.
https://www.hipp.at/beikost/aktuelles/rueckruf-glaeschen/
24. April 2026
Ein Auszug aus einem zahlungspflichtigen Artikel:
Obwohl Hipp „das Opfer einer Straftat“ sei, werde das Unternehmen „nach außen hin teilweise wie ein Täter dargestellt“, sagt Hipp im Hinblick auf die Kritik an der bisherigen Kommunikationsstrategie. Dabei sei nichts verschwiegen und stets mit den Sicherheitsbehörden kooperiert worden. Die Erpresser-Mail sei tatsächlich am 27. März in einem, so Hipp, „unpersonalisierten Sammelpostfach“ für Anfragen aus dem Ausland gelandet, das alle zwei bis drei Wochen kontrolliert werde. Die Adresse sei also keiner Person zugeordnet. „Das wäre so, als würden Sie einen Brief über den Zaun ins Firmengelände werfen und hoffen, dass es jemand findet.“
Hipp sei sich seiner Transparenzpflichten natürlich bewusst. Der Grund für die „vorsichtige Kommunikation“ sei andererseits, dass die Sicherheitsbehörden „umso ungestörter ermitteln können, je weniger nach außen dringt“. Jede Nachricht behindere die Ermittlungen. „Das ist der Grund, warum unsere Mitteilungen mit den ermittelnden Behörden abgesprochen werden, bevor sie veröffentlicht werden“, sagt Hipp.
Wie berichtet wurde in der Erpresser-Mail damit gedroht, jeweils zwei vergiftete Gläser in Tesco-Filialen in Brünn (Tschechien) und Dunajská Streda (Slowakei) sowie in einer Interspar-Filiale in Eisenstadt zu platzieren.
Burgenländische Beamte versuchten am Dienstag unter anderem, Kontakt zu Familien mit Kleinkindern aufzunehmen, die in der Region rund um die betroffene Spar-Filiale in Eisenstadt, in der das Glas verkauft worden sein soll, wohnen. Die Eltern wurden noch einmal auf die Suche hingewiesen, „um nichts unversucht zu lassen“, betonte ein Polizeisprecher gegenüber der APA. Das Glas zu finden, sei nicht nur wichtig, weil es im Ermittlungsverfahren als Beweismittel diene, sondern auch um Gefahr abzuwenden, hielt er fest.
https://www.derstandard.at/story/3000000317481/suche-nach-zweitem-hipp-glas-geht-weiter
Presseaussendung der Polizei Burgenland vom 20. April 2026:
Unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Eisenstadt laufen die Ermittlungen des Landeskriminalamtes Burgenland wegen des Verdachts der vorsätzlichen Gemeingefährdung auf Hochtouren.
Es können keine Ermittlungsschritte aus kriminaltaktischen Gründen bekannt gegeben werden.
21. April 2026
Auszüge aus diversen Medienberichten:
Die Kriminalpolizei Ingolstadt in Bayern hat am Montag offiziell Ermittlungen wegen Verdachts der versuchten Erpressung des Babykostherstellers Hipp aus Deutschland bestätigt. Ein E-Mail der mutmaßlichen Täter sei seit Donnerstag bekannt. In Österreich, Tschechien und der Slowakei wurden seither fünf manipulierte Gläser vor dem Verzehr sichergestellt. Ein weiteres Glas könnte in Österreich mutmaßlich noch in Umlauf sein.
Die Drogeriemarktkette dm Österreich nahm das Produkt „vorsorglich aus dem Verkauf“, wie es hieß. „Außerdem werden sämtliche Produkte Hipp-Glaskost in allen dm-Märkten und in den Verteilzentren auf Beschädigungen des Deckels oder auf Kennzeichnungen überprüft.“
„Diese Rücknahme erfolgt rein präventiv, ohne Verdachtsmomente in unseren Märkten, ohne Anweisung der Behörden oder der Firma Hipp“, hieß es. „Wir überprüfen darüber hinaus laufend Hipp-Produkte in unseren Märkten.“ Hipp habe REWE offiziell informiert, dass die Babykostgläser in diesen Märkten nicht betroffen sind.
In Bayern, wo Hipp einen Unternehmenssitz hat, laufen Ermittlungen der dortigen Behörden.
Auf die Frage, ob ein Erpresserschreiben vorliege und inwieweit es Bezüge zu einem deutschen Ermittlungsverfahren gebe, hielt sich Spar-Sprecherin Nicole Berkmann bedeckt. Dazu könne man „in Absprache mit der Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nichts sagen“, sagte Berkmann am Sonntag.
Die Kriminalpolizei Ingolstadt in Bayern hat am Montagnachmittag offiziell Ermittlungen wegen Verdachts der versuchten Erpressung des Babykostherstellers Hipp aus Deutschland bestätigt.
Nachdem im Burgenland ein mit Rattengift präpariertes Hipp-Babykostglas gefunden wurde und nach einem weiteren möglichen manipulierten Glas gesucht wird, mahnen die Behörden weiter zur Vorsicht. Rattengift hat eine tückische Wirkung – die Symptome treten erst nach zwei bis fünf Tagen auf.
Das am Samstag in Schützen am Gebirge (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) sichergestellte Gläschen, dessen Inhalt bei einer Untersuchung positiv auf Rattengift getestet wurde, war bei Spar in Eisenstadt gekauft worden. Auch das zweite Produkt, das sich noch im Umlauf befindet, soll von dort stammen. Auf dieses Geschäft dürfte sich auch ein Hinweis an die Ermittler bezogen haben, der nach anfänglichen Erhebungen in Deutschland auf behördlichem Weg zur heimischen Polizei gelangt war. Die Ermittlungen der burgenländischen Behörden konzentrierten sich am Montag weiterhin intensiv auf die Suche nach dem zweiten Glas. Bereits am Sonntag wurden umliegende Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen deswegen kontaktiert, am Montag dann auch Kindergärten. Die Suche wurde auf umliegende Gemeinden ausgeweitet, um dort Eltern von Kleinkindern über die potenzielle Gefahr zu informieren.
Pressemitteilung der Polizei Bayern:
Im Rahmen dieser Ermittlungen wurden in den drei benachbarten Ländern Österreich, Tschechien und der Slowakei insgesamt fünf manipulierte Babynahrungsgläser festgestellt. Die Gläser wurden vor Verzehr sichergestellt. Ein manipuliertes Glas könnte in Österreich mutmaßlich noch im Umlauf sein.
Laboruntersuchungen ergaben, dass die sichergestellten Gläser mit Rattengift versetzt worden waren. Die deutschen Ermittlungsbehörden stehen in kontinuierlichem engen Austausch mit dem Babynahrungshersteller HiPP und den Sicherheitsbehörden der betroffenen Länder. In Deutschland wurden keine mit Gift verunreinigten Gläser festgestellt.
https://www.polizei.bayern.de/aktuelles/pressemitteilungen/101581/index.html
20. April 2026
19. April 2026
Wichtig sei nun, „dass man das Glas findet und es aus dem Verkehr zieht“, so Marban: „Es spricht viel dafür, dass es nur dieses zweite Glas gibt.“ Das erschließe sich aus den bisherigen Ermittlungserkenntnissen. Weitere Einzelheiten wollte er nicht nennen. „Jedes weitere Detail, das man nennt, könnte die Ermittlungen gefährden.“ Trotzdem seien weitere Manipulationen nie auszuschließen.
Hipp-Sprecher Clemens Preysing bestätigte am Sonntag, dass auch in Tschechien und der Slowakei manipulierte Gläschen aufgetaucht seien. Die Handelspartner in Tschechien und der Slowakei hätten vorsorglich alle Hipp-Gläschen aus dem Verkauf genommen. Er sprach von einem „externen kriminellen Eingriff“. „Nach aktuellem, behördlich bestätigtem Kenntnisstand betrifft der Fall ausschließlich klar abgegrenzte Vertriebswege“, sagte der Hipp-Sprecher Agenturberichten zufolge.
Es gebe laufende Ermittlungen in Deutschland, „die ich nicht konterkarieren möchte“. Welche deutsche Region betroffen ist, ließ der Polizeisprecher ebenfalls offen. Später bestätigte das Polizeipräsidium Oberbayern Nord in Deutschland laufende Ermittlungen.
https://orf.at/stories/3427349/
⬇️ Der zeitliche Stand der Meldungen: 19. April 2026, etwa 01:00 Uhr
Laut Polizei wurde das sichergestellte Produkt positiv auf Rattengift getestet. Die Symptome treten verzögert erst 2 bis 5 Tage nach der Aufnahme ein.
Stand: 19.04.2026, 00:38 Uhr
HiPP ruft vorsorglich sein gesamtes Babykostgläschen-Sortiment bei SPAR Österreich zurück. Der Verzehr eines solchen Gläschens kann lebensgefährlich sein.
https://www.spar.at/service/produktrueckruf
Der Grund für die Rückrufe ist der Nachweis des Toxins Cereulid in den betroffenen Produkten.
Bildet sich Cereulid in ausreichender Menge und wird es über Lebensmittel aufgenommen, kann es bereits nach 30 Minuten bis zu 6 Stunden zu Übelkeit und Erbrechen kommen. In der Regel lassen die Beschwerden innerhalb von 24 Stunden von selbst wieder nach. Bei Säuglingen können Erbrechen und Durchfall jedoch rasch zu Komplikationen führen. Deshalb sollte in solchen Fällen unbedingt eine Kinderärztin bzw. ein Kinderarzt oder eine Notfallambulanz aufgesucht werden.
Es sei „besondere Vorsicht geboten, bis der Fall vollständig aufgeklärt ist“, teilten das Gesundheitsministerium und AGES am Samstagabend nach Anfrage der APA mit. Die Landespolizeidirektion Burgenland ermittelt aktuell wegen möglicher Manipulation. Grund ist ein Hinweis, wonach entsprechende Gläser „im burgenländischen Bereich aufgetaucht sein könnten“, sagte Polizeisprecher Helmut Marban am Samstag auf APA-Anfrage.
https://orf.at/stories/3427264/
Presseaussendung der Polizei Burgenland am 18.04.2026 um 21:01 Uhr
Die Polizei warnt die Bevölkerung eindringlich vor möglicherweise vergifteter Babynahrung/Beikostnahrung der Marke HiPP, die in Österreich in Umlauf gebracht worden sein könnte. Hintergrund sind laufende Ermittlungen in Deutschland. Im Zuge dieser wurden die österreichischen Behörden darüber in Kenntnis gesetzt, dass sich eventuell verunreinigte HIPP-Gläser in Eisenstadt Umlauf befinden.
In Schützen am Gebirge (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) wurde mittlerweile ein derartiges, offensichtlich manipuliertes Glas mit Babynahrung „Karotten mit Kartoffeln“ 190 Gramm vom Landeskriminalamt Burgenland sichergestellt. Dieses Gläschen war von einem Kunden gemeldet worden, ein Verzehr hat nicht stattgefunden.
In Tschechien und der Slowakei wurden ebenfalls markierte Gläser polizeilich sichergestellt. Erste Laboruntersuchungen ergaben bei diesen Produkten einen giftigen Zusatzstoff. Zudem wurde berichtet, dass manipulierte Gläser verdorben riechen würden.
Mehr: https://www.polizei.gv.at/bgld/presse/aussendungen/presse.aspx?prid=42776A5668484A306A44553D&pro=0
Ersucht wurde erneut um „erhöhte Aufmerksamkeit und rasche Meldung verdächtiger Wahrnehmungen“. Nach aktuellem Ermittlungsstand seien verdächtige Produkte erkennbar an einem weißen Aufkleber mit rotem Kreis am Glasboden. Hinzu komme ein geöffneter oder beschädigter Deckel und ein fehlender Sicherheitsverschluss, wodurch das Knack-Geräusch beim ersten Öffnen fehlt. Laut Zeugenaussagen sei auch ein „ungewöhnlicher oder verdorbener Geruch“ zu vernehmen. Bei Auffälligkeiten sollten die Produkte nicht geöffnet und keinesfalls einem Baby oder Kleinkind zum Verzehr angeboten werden.
https://orf.at/stories/3427286/
Ich habe da jetzt diverse Meldungen gelesen. SPAR, HiPP, Polizei, …
Steckt da mehr dahinter als „nur“ Babynahrung?
Kann das nur eine Person machen? Das glaube ich eher nicht …
Auch dieser Bericht (18.04., 23:06 Uhr) verwirrt mehr, als er für Klarheit sorgt:
Ein Hipp-Sprecher hatte von einem «externen kriminellen Eingriff» gesprochen. «Der Verzehr eines solchen Gläschens kann lebensgefährlich sein», warnte das Familienunternehmen.
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