Ittoqqortoormiit

Wenn es so etwas gibt wie das Ende der Welt, dann sieht es wohl so aus wie die Siedlung Ittoqqortoormiit in Ostgrönland. Knapp 350 Menschen leben hier in bunten Holzhäusern, die auf kargen Felsen verstreut sind. Selbst nach den Maßstäben der dünn besiedelten Arktisinsel ist ihre Heimat weit weg von so ziemlich allem. Einige Monate im Jahr ist der Ort per Schiff erreichbar, ansonsten aus der Luft oder per Schneemobil.

Als sich die Fußballer von A.K. Ittoqqortoormiit im Jahr 2023 für die Endrunde der grönländischen Meisterschaft qualifizierten, mussten sie ihre Teilnahme wieder zurückziehen – weil es ihnen kaum möglich war, zu den Spielen zu kommen. Die nächste menschliche Siedlung, sieht man von winzigen Militärposten ab, heißt Bolungarvík. Sie liegt allerdings auf Island und ist 480 Kilometer entfernt. Benachbart in Grönland liegt Sermiligaaq, 780 Kilometer weit weg.

Als Walexperte befasst sich der Forscher seit vielen Jahren mit den Meeressäugern mit den markanten Stoßzähnen. Dank der Hilfe von Inuit-Jägern aus Ittoqqortoormiit konnte das Team sechs Tiere mit batteriebetriebenen Messgeräten ausstatten. Diese maßen das Schmelzen der Gletscher nicht direkt, zeichneten aber während der Tauchgänge den Salzgehalt im Wasser, die Temperatur und die Tiefe auf. Nach dem Auftauchen sendeten die Geräte die Daten per Satellit an die Forschenden.

Forschende mit Narwal: Ungewöhnliche Unterstützung
Foto: Mads Peter Heide-Jørgensen

Solange die Batterien hielten und die Geräte an den Tieren blieben, lieferten sie Messwerte, zum Teil fast ein Jahr lang. »So konnte ich in meinem Büro sitzen, eine Tasse Kaffee trinken, und die Daten kamen einfach so rein«, sagt Heide-Jørgensen.

Und noch etwas sei bemerkenswert an den Messungen der Narwale: Weil die Tiere bis zu 1500 Meter tief tauchten, habe man Informationen auch aus tiefen Wasserschichten bekommen, sagt der Forscher.

Das ist aus der Reihe man lernt nie aus.

Der gesamte Bericht ist zahlungspflichtig.

https://www.spiegel.de/wissenschaft/groenland-narwale-tauchen-mit-messgeraeten-im-eismeer-was-sie-mitbringen-ist-dramatisch-a-0b774bb6-2386-4421-8f85-d4250e4c2895

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