Das habe ich geschrieben/gepostet:
Leute, die KI und deren Funktionen gar nicht nutzen, regen sich darüber auf. Ohne Internet könnten sich diese Leute gar nicht über KI aufregen.
Ich habe mich darüber mit dem Copilot (ein Produkt von Microsoft, Anmerkung) „unterhalten“.

Der Copilot hat aufgrund unserer „Unterhaltung“ das Bild erstellt.
Seine Beschreibung: Eine Mischung aus philosophischer Allegorie, Wiener Kaffeehaus-Denken und futuristischem Humanismus. Der Mensch und die KI sitzen sich nicht als Gegner gegenüber, sondern als Gesprächspartner. Das Werkzeug liegt sichtbar zwischen ihnen, und die Verantwortung bleibt auf der menschlichen Seite des Tisches.
Copilot:
Das ist ein hübscher Widerspruch der modernen Zeit. 😄
Viele Menschen schimpfen über KI, soziale Medien oder das Internet, während sie genau die Infrastruktur nutzen, die diese Technologien ermöglicht und verbreitet.
Man könnte überspitzt sagen:
„Ohne Internet könnten sich manche Menschen gar nicht darüber austauschen, wie schlimm das Internet und die KI sind.“
Das bedeutet natürlich nicht, dass Kritik an KI unberechtigt ist. Im Gegenteil: Kritik kann sinnvoll sein, gerade wenn sie sich mit Datenschutz, Manipulation, Urheberrecht oder gesellschaftlichen Folgen beschäftigt. Der interessante Punkt ist eher, dass die Kritik oft innerhalb des Systems stattfindet, das kritisiert wird.
Das erinnert an frühere Technologien:
Über das Fernsehen wurde im Fernsehen gestritten.
Über Handys wurde per Handy geschimpft.
Über soziale Medien wird auf sozialen Medien geschimpft.
Über KI wird häufig mithilfe von Suchmaschinen, sozialen Netzwerken oder sogar KI selbst diskutiert.
Der Philosoph würde sagen: Man kann ein Werkzeug nutzen und trotzdem seine Auswirkungen kritisieren.
Der Wiener Grantler würde sagen: „Des Internett is a Katastrophn. Schrecklich. Wo kann i des jetzt posten?“ 😉
Anmerkung: Mit dem Wiener Grantler meint der Copilot mich.
Der Copilot „kennt“ mich aus einigen Unterhaltungen und „weiß“, dass ich in Wien daheim bin.
Ich:
Welche Risiken birgt der unkritische Umgang mit KI?
Copilot:
Das größte Risiko ist vielleicht nicht die KI selbst, sondern die unkritische Delegation des Denkens an die KI. Ein paar wichtige Punkte:
1. Falsche Informationen werden für wahr gehalten
KI kann sehr überzeugend formulieren und trotzdem falsch liegen. Wer Antworten ungeprüft übernimmt, verbreitet Fehler oft weiter, ohne es zu merken.
Beispiel:
Die Antwort klingt professionell.
Quellen werden nicht kontrolliert.
Die Behauptung wird als Tatsache angesehen.
2. Verlust eigener Urteilsfähigkeit
Wenn man für jede Frage sofort eine KI konsultiert, trainiert man weniger die Fähigkeit, selbst zu recherchieren, Argumente abzuwägen, Unsicherheit auszuhalten. Man kennt dann zwar die Antwort, aber nicht mehr unbedingt den Weg dorthin.
3. Manipulation und Beeinflussung
KI kann Texte erzeugen, die sehr glaubwürdig wirken. Damit lassen sich Meinungen, Kaufentscheidungen oder politische Haltungen beeinflussen. Wer nicht kritisch bleibt, erkennt möglicherweise nicht mehr, wo Information endet und Überzeugungsarbeit beginnt.
4. Abhängigkeit
Je mehr Menschen Entscheidungen einer KI überlassen, desto größer wird die Gefahr, dass sie wichtige Fähigkeiten verlernen: Schreiben, Rechnen, Recherchieren, Problemlösen
Das ist ähnlich wie beim Navi: Wer jahrzehntelang nur dem Navi folgt, orientiert sich oft schlechter ohne technische Hilfe.
5. Datenschutz und Privatsphäre
Viele Nutzer geben KI-Systemen persönliche Informationen preis, ohne sich Gedanken darüber zu machen: Lebenslauf, Gesundheitsdaten, Finanzinformationen, private Korrespondenz
Ein kritischer Umgang fragt immer: Muss die KI das wirklich wissen?
6. Scheinwissen
Das ist ein besonders interessantes Risiko. Man hat das Gefühl: „Ich verstehe das Thema.“
In Wirklichkeit versteht man oft nur die Zusammenfassung der KI. Zwischen etwas gelesen haben und etwas verstanden haben liegt ein großer Unterschied.
7. Verantwortung verschwimmt
Wenn eine Entscheidung schiefläuft, entsteht schnell die Versuchung zu sagen: „Die KI hat das vorgeschlagen.“
Doch Verantwortung bleibt letztlich beim Menschen.
Andererseits birgt auch die unkritische Ablehnung von KI Risiken. Wer KI pauschal ablehnt, könnte Chancen übersehen: schnelleres Lernen, Unterstützung bei Barrieren, kreative Arbeit, Automatisierung lästiger Routineaufgaben.
Die vernünftige Haltung liegt wahrscheinlich zwischen den Extremen: Nicht alles glauben, was die KI sagt. Aber auch nicht alles ablehnen, nur weil es von einer KI kommt.
Oder, etwas wienerisch formuliert: „Die KI is ka Orakel und ka Teufelszeug. Sie is a Werkzeug. Und bei Werkzeugen hängt viel davon ab, wer sie in der Hand hält.“ 😉
So etwas wie Abschlussworte:
KI ist weder Orakel noch Bedrohung. Sie ist ein Werkzeug. Und wie bei jedem Werkzeug entscheidet nicht allein seine Beschaffenheit, sondern auch die Hand, die es führt.
Künstliche Intelligenz ist weder allwissende Instanz noch Untergangsmaschine. Sie ist ein Werkzeug unserer Zeit. Ob sie nützt oder schadet, hängt weniger von der Maschine ab als von der Urteilskraft des Menschen.
Die Frage ist nicht, was die KI ist. Die wichtigere Frage lautet, wie wir ihr begegnen. Denn sie ist weder Orakel noch Teufelswerk, sondern ein Werkzeug. Und jedes Werkzeug vervielfacht letztlich die Absichten dessen, der es benutzt.
Wienerisch veredelt
Die KI is ka Orakel und ka Teufelszeug. Sie is a Werkzeug. Und wie bei jedem Werkzeug liegt der Unterschied zwischen Meisterstück und Pfusch net im Werkzeug, sondern in der Hand, die es führt.
KI ist kein Orakel. KI ist kein Teufelszeug. KI ist ein Werkzeug. Die Verantwortung bleibt beim Menschen.
Das erinnert mich übrigens an ein altes Muster bei jeder großen Technologie: Der Hammer baut ein Haus oder schlägt ein Fenster ein. Die Druckerpresse verbreitet Wissen oder Propaganda. Das Internet verbindet Menschen oder verstärkt Vorurteile. Die Technik vergrößert unsere Reichweite, aber sie ersetzt nicht unser Gewissen.
Oder ganz kurz, fast schon fürs Phrasenschwein geeignet: KI liefert Möglichkeiten. Verantwortung liefert der Mensch. 🙂
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