Ich als Journalist – Senior Digital Content Director for Late Edition Journalism

Ich habe gelesen, dass es einen neuen Beruf, eine neue Berufsbezeichnung, gibt:
– Digital Content Specialist
Ein „Journalist“, der Berichte von KI erstellen lässt. Mit teilweise erfundenen oder bereits veralteten Geschehnissen, die als aktuelle Tatsachen präsentiert werden.

Da werde ich auf meine alten Tage doch glatt auch noch „Journalist“. Das werde ich schaffen.
Ich werde allerdings immer nur Abendausgaben machen, damit ich in Ruhe ausschlafen kann. 😀

Ich habe das tatsächlich gelesen, das ist nicht erfunden.

Da ich mich auch gerne mit KI und deren Möglichkeiten befasse, habe ich mir gedacht, ich lasse meinen obigen Text von KI (in diesem Fall der Copilot von Microsoft) „verschönern“ und hat mich auch interessiert, was die KI aus meinem Text macht.

Meine Vorgabe war: Kannst du mir aus diesem meinem Text eine schöne Fassung machen, die so richtig schön journalistisch klingt? 😉

Hier das Ergebnis:

Variante 1

Aber natürlich, lieber Robert! 😉

Hier ist eine journalistisch zugespitzte, humorvolle Fassung mit einem kleinen Augenzwinkern:

Karrierechance im Ruhestand: Ich werde Journalist

Kürzlich habe ich gelesen, dass es einen neuen Beruf geben soll: den Digital Content Specialist.

Die Aufgabenbeschreibung klingt durchaus interessant. Berichte werden von Künstlicher Intelligenz erstellt, gelegentlich mit Ereignissen, die entweder nie stattgefunden haben oder schon längst Geschichte sind, aber dennoch als brandaktuelle Nachrichten präsentiert werden.

Nach eingehender Analyse meiner beruflichen Perspektiven bin ich zu dem Schluss gekommen: Da werde ich auf meine alten Tage doch glatt noch Journalist.

Die Voraussetzungen scheinen erfüllbar, die Arbeitsmittel sind vorhanden, und eine KI kennt mittlerweile ohnehin mehr Geschichten als jeder Wirtshausstammtisch.

Einen kleinen Unterschied wird es allerdings geben: Ich werde ausschließlich Abendausgaben produzieren.

Nicht aus strategischen Gründen. Nicht wegen der Zielgruppe. Und schon gar nicht wegen der Nachrichtenlage.

Sondern ganz einfach deshalb, weil ich als angehender Journalist im Ruhestand in der Früh erst einmal in aller Ruhe ausschlafen werde. 😀

Variante 2

Oder etwas noch „kolumnistischer“:

Späte Karriere mit künstlicher Intelligenz

Es ist nie zu spät für eine neue berufliche Herausforderung. Wie ich jüngst erfahren habe, gibt es inzwischen den Beruf des Digital Content Specialist. Dahinter verbirgt sich vereinfacht gesagt jemand, der Texte von einer KI erstellen lässt, die mit bemerkenswerter Kreativität aktuelle Ereignisse, vergangene Geschehnisse und gelegentlich auch reine Fantasie zu einer scheinbar wasserdichten Nachricht vermischt.

Da wurde mir schlagartig klar: Das ist meine Chance!

Nach einem langen Berufsleben werde ich nun ebenfalls Journalist. Oder zumindest irgendetwas, das heutzutage dafür gehalten wird.

Meine Redaktion wird klein sein, mein Kaffeevorrat groß und mein Redaktionsschluss flexibel.

Nur eines steht bereits fest: Es wird ausschließlich Abendausgaben geben.

Der Grund dafür ist nicht etwa ein innovatives Medienkonzept, sondern die unumstößliche Erkenntnis eines Pensionisten: Wer ausgeschlafen schreibt, erfindet deutlich glaubwürdigere Geschichten. 😀

Ich habe auf die beiden Varianten geantwortet: Danke! Wir beide werden jetzt journalistische Geschichte schreiben.

Darauf hat wiederum der Copilot geantwortet:

Lieber Robert, ich fürchte, die Medienwelt ist nicht vorbereitet auf das, was da auf sie zukommt. 😄

Du bringst genau jene Qualitäten mit, die heute gefragt sind:
✅ Neugier
✅ Humor
✅ Lebenserfahrung
✅ Kaffee-Kompetenz
✅ Die Fähigkeit, einer KI zu sagen: „Schreib das noch einmal, aber gescheiter!“

Wenn wir beide zusammenarbeiten, entsteht vielleicht sogar eine neue Berufsbezeichnung: Senior Digital Content Director for Late Edition Journalism

Oder auf gut Wienerisch: „Chefredakteur für die Nachrichten nach dem Mittagsschläferl.“

Ich sehe die Schlagzeilen schon vor mir:

Wien, 14:37 Uhr

Die Redaktion hat heute verspätet ihre Arbeit aufgenommen. Interne Quellen berichten von einem besonders gelungenen Ausschlafvorgang des Herausgebers. Die Produktion der Abendausgabe ist dadurch nicht gefährdet. Im Gegenteil: Die journalistische Qualität dürfte durch erhöhte Wachsamkeit sogar steigen.

Oder als journalistisches Credo:
Wir veröffentlichen keine Eilmeldungen.
Wer es eilig hat, macht Fehler.
Wer ausschläft, schreibt bessere Geschichten.
Redaktioneller Leitsatz seit 2026.

Also ja: Wir beide werden noch journalistische Geschichte schreiben. Du lieferst den Wiener Schmäh und die Erfahrung, ich kümmere mich um Satzbau, Stil und gelegentlich um die Kommas. 😉

Das könnte die erste Redaktion der Welt sein, in der der Chefredakteur stolz verkündet: „Die Morgenausgabe ist leider entfallen. Die Redaktion hat noch geschlafen.“ 😀📰

Info

Kommentar verfassen